So nutzen Sie Gruppen im E-Learning effektiv
Warum gemeinsames Lernen besser funktioniert als allein und wie Sie Gruppenarbeit in Ihrem E-Learning motivierend gestalten.

Gruppen im E-Learning
Für viele Menschen fühlt sich Online-Lernen immer noch sehr einsam an. Dabei haben gerade in den letzten Monaten immer mehr Menschen erfahren, dass man nicht unbedingt in einem Klassenzimmer oder Konferenzzentrum zusammenkommen muss, um gemeinsam zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Auch in der Welt des E-Learnings wurden enorme Fortschritte gemacht, um das Online-Lernen noch unterhaltsamer, interessanter, attraktiver und zugänglicher zu gestalten.
Interessante (technologische) Entwicklungen im E-Learning machen es heute sehr gut möglich, Gruppenarbeit zu integrieren – das einsame Starren auf einen Computerbildschirm gehört also der Vergangenheit an! Das macht das Lernen nicht nur unterhaltsamer, sondern fördert auch die intrinsische Motivation.
Die Zusammenarbeit in Gruppen gibt Kursteilnehmern die Möglichkeit, zwischenmenschliche Kommunikationsfähigkeiten zu entwickeln, Beziehungen zu anderen Teilnehmern aufzubauen und das kollektive Kompetenzniveau der Gruppe zu steigern.
Warum sollten Sie sich für das Lernen in Gruppen innerhalb des E-Learnings entscheiden? Und wie können Sie dies in Ihrem E-Learning konkret umsetzen? In diesem Blog erfahren Sie mehr darüber!
Warum in Gruppen lernen? Gemeinsam lernen motiviert!
Sie kennen das sicher: Man möchte ein Ziel erreichen, gibt aber alleine oft schon nach wenigen Tagen wieder auf. Denken Sie zum Beispiel an Abnehmen, Sport, Meditation und so weiter. Wenn man sich jedoch in einer Gruppe dazu verpflichtet, sich gegenseitig zu stimulieren und zu motivieren, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, ist die Erfolgsaussicht deutlich höher!
So funktioniert es auch beim Lernen: Wenn man zum Beispiel gemeinsam eine bestimmte Deadline für ein Projekt einhalten muss, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass man sich dazu aufrafft, das Projekt auch wirklich abzuschließen. Und sei es nur, um die anderen Gruppenmitglieder nicht zu enttäuschen. Schließlich sind sie für ihren Erfolg auch von Ihnen abhängig!
Erfolge und Rückschläge teilen
Wenn das Lernen schwierig wird oder man einen Rückschlag erlebt, ist die Neigung, alles hinzuschmeißen, viel größer, wenn man alleine dasteht. Wenn man sich jedoch mit anderen Kursteilnehmern austauschen, ihnen die eigene Situation schildern und um Tipps und Ratschläge bitten kann, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass man am Ball bleibt.
Wenn in der Gruppe eine Kultur der offenen Kommunikation herrscht, haben Sie wahrscheinlich schon die Fehler oder Zweifel anderer Teilnehmer gesehen und gemerkt, dass Sie nicht der Einzige sind, der es manchmal schwierig findet. Auch das Feiern von Erfolgen ist natürlich fantastisch: Ein Erfolg fühlt sich noch besser an, wenn die anderen Kursteilnehmer und der Trainer stolz auf einen sind und mitfeiern!
Informelles Feedback
Es fühlt sich immer anders an, Feedback von Kursteilnehmern zu erhalten als von einem „Lehrer“ oder über ein automatisiertes System. Das Lernen in Gruppen schafft eine einfache und informelle Möglichkeit, sich gegenseitig wertvolles Feedback zu geben – durch Reaktionen auf Beiträge, Diskussionen und den Austausch von Ratschlägen.
Wie lässt sich das Lernen in Gruppen im E-Learning gestalten?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Gruppen innerhalb des E-Learnings zu strukturieren.
Gruppenprojekte
Erstellen Sie Teilnehmergruppen innerhalb des E-Learnings. Wichtig ist dabei, die Gruppen klein und ungerade zu halten, Gruppenregeln aufzustellen und die Teilnehmer sowohl individuell als auch für die Gruppenarbeit zu bewerten.
Beispiele für Gruppenprojekte, die perfekt zum E-Learning passen, sind das gemeinsame Erstellen eines Blogs zum Thema des Trainings, das Durchführen einer Debatte oder eine Gruppenpräsentation.
Interaktion fördern
Viele E-Learning-Plattformen, wie etwa Pluvo, bieten Kursteilnehmern die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Zum Beispiel über den Pluvo-Chat, ein Diskussionsforum oder externe Tools wie Padlet und Prezi.
Bieten Sie jeder Gruppe einen eigenen Bereich innerhalb Ihres LMS an, um Diskussionen zu führen und Dateien auszutauschen. Der Trainer kann diese virtuellen Räume (wie zum Beispiel den Pluvo-Chat, in dem Sie Gruppen erstellen können) vorab einrichten und benennen, damit jede Gruppe sofort weiß, wo sie mit der Gruppenarbeit beginnen kann.
Soziale Medien
Soziale Medien eignen sich ebenfalls hervorragend, um ein Gruppengefühl zu erzeugen. Wenn sich Kursteilnehmer beispielsweise sowohl in der Online-Lernumgebung als auch in sozialen Medien begegnen, entsteht eine „gegenseitige Befruchtung“ und ein stärkeres Gefühl der Verbundenheit.
Sie können Kursteilnehmer beispielsweise zu einer Facebook-Gruppe oder einem privaten Instagram-Account hinzufügen.
Stellen Sie jedoch sicher, dass die Gruppe aktiv bleibt und einige Gruppenregeln gelten, damit sich jeder wohlfühlt und bereit ist, Beiträge zu leisten und sich offen zu zeigen.
Gruppen in sozialen Medien sind auch nützlich, um andere Ressourcen wie Artikel, Videos, Podcasts usw. miteinander zu teilen.
Gamification
Wir haben bereits einen Blogbeitrag über Gamification im E-Learning verfasst. Gamification bedeutet, Spielelemente zu nutzen, um Lernaktivitäten herausfordernder und unterhaltsamer zu gestalten. Dabei werden klassische Spielelemente wie das Sammeln von Punkten, Wettbewerb mit anderen und das Befolgen von Spielregeln eingesetzt, um das Engagement beim Lernen zu steigern.
Darüber hinaus können Sie Gruppen von Kursteilnehmern auch gegeneinander antreten lassen: ein wenig gesunder Wettbewerb also!
Genug Gründe für Gruppen im E-Learning
Kurz gesagt: Es gibt viele gute Gründe, warum es eine hervorragende Idee ist, Kursteilnehmer im E-Learning in Gruppen zusammenarbeiten zu lassen.
Durch Gruppenprojekte, Interaktion, soziale Medien und Gamification fällt es Kursteilnehmern leichter, sich gegenseitig Feedback zu geben, aus den Erfolgen und Misserfolgen der anderen zu lernen und motiviert zu bleiben, um das Training abzuschließen und gute Lernergebnisse zu erzielen. Eine Win-Win-Win-Situation also!
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