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June 5, 2025

Onboarding in der Produktion: So binden Sie neue Kräfte langfristig

Ein herzlicher Empfang erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein neuer Produktionsmitarbeiter bleibt, laut Untersuchungen erheblich.

Kennen Sie das? Die Stelle in der Produktionshalle ist endlich besetzt, doch nach wenigen Tagen klopft der neue Mitarbeiter an Ihre Tür. Es war doch nicht ganz das, was er sich vorgestellt hatte. Oder noch schlimmer: Jemand meldet sich nach einer Woche krank oder erscheint gar nicht mehr zur Arbeit.

Schade! Mit einem guten Onboarding hätte dies wahrscheinlich verhindert werden können. Ein herzlicher Empfang erhöht laut Studien die Wahrscheinlichkeit um das 18-Fache, dass der neue Kollege langfristig bleibt. Zudem werden Mitarbeiter produktiver, da sie durch eine gute Einarbeitungsphase schneller integriert sind, effizienter arbeiten und weniger Stress haben.

Onboarding ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit – gerade in der Produktionsbranche!

Eigentlich ist Onboarding für jeden neuen Kollegen ein Muss. Wir halten eine gute Einarbeitung für Mitarbeiter in der Produktion jedoch für besonders wichtig. Im Durchschnitt ist das Arbeitstempo dort höher, der Fokus liegt stärker auf quantitativen Ergebnissen und das Risiko für Unfälle durch unsichere Situationen ist größer als in anderen Arbeitsumgebungen. Zudem ist die Produktion oft ein bunter Schmelztiegel verschiedenster Kulturen und Sprachen. Das ist zwar wunderbar, birgt aber auch die Gefahr von Missverständnissen, wenn man sich nicht auf Anhieb richtig versteht.

Wenn Ihr neuer Kollege in der Produktion nicht gut eingearbeitet ist, führt das zwangsläufig zu geringerer Produktivität, Fehlern und gefährlichen Situationen. Ganz zu schweigen von den scheinbar „weicheren“ (aber eigentlich noch kostspieligeren) Aspekten: Wenn sich Mitarbeiter nicht willkommen fühlen und unsicher sind, steigt der Arbeitsstress erheblich. Im besten Fall verlässt Sie der neue Mitarbeiter vorzeitig aus eigenem Antrieb. Es kann aber auch dazu führen, dass der Krankenstand in die Höhe schnellt – ein für beide Seiten unangenehmer und teurer Prozess.

Kurz gesagt: Sorgen Sie für ein gutes Onboarding

Es ist klar: Ein guter Start ist die halbe Miete, gerade für Ihre Produktionsmitarbeiter. Fordern Sie unsere Onboarding-Checkliste an, die voller praktischer Tipps für die Einarbeitungszeit neuer Kollegen steckt. Und natürlich haben wir in diesem Zusammenhang auch ein paar Ideen für Sie parat, die Sie speziell in der Produktion gut einsetzen können.

1. Starten Sie das Onboarding bereits vor dem ersten Arbeitstag

Warten Sie mit dem Onboarding nicht bis zum offiziellen Arbeitsbeginn. Bauen Sie schon ein paar Wochen vorher eine Verbindung zum neuen Kollegen auf. Laden Sie ihn oder sie zum Beispiel zu Ihrem wöchentlichen Feierabendbier ein. Ein solches informelles, entspanntes Kennenlernen macht den ersten Arbeitstag deutlich weniger aufregend.

Oder senden Sie eine Woche vor Arbeitsbeginn eine E-Mail mit einem netten Willkommensvideo des Teams oder einem interaktiven Rundgang durch das Gebäude. Geben Sie dabei direkt einen Link zu Ihrer Online-Wissensplattform mit, für die Sie natürlich bereits ein Konto für den neuen Kollegen angelegt haben. Und damit kommen wir zu unserem zweiten Tipp!‍

2. Digitales Onboarding

Einarbeitung muss nicht nur persönlich stattfinden. Haben Sie eine Online-Wissensplattform? Dann ist digitales Onboarding ein Kinderspiel. Kurze Online-Lernmodule, etwa zur Maschinenbedienung, Hygiene oder zu Arbeitsanweisungen, machen es einfach, Wissen nachzuschlagen, zu wiederholen und zu üben. Das ist besonders praktisch, wenn Sie viele Aushilfs- oder Saisonkräfte beschäftigen.

Widmen Sie sich beim digitalen Onboarding offiziellen Themen wie dem Mitarbeiterhandbuch, dem Sicherheitsprotokoll und dem Krankheitsverfahren. Fast noch wichtiger sind jedoch die sozialen „Need-to-knows“, wie etwa der Dresscode, Arbeitszeiten und alles rund um Pausen und Mittagessen (muss man sein eigenes Brot mitbringen oder gibt es eine Kantine mit Auswahlmenü?). Besonders in größeren Unternehmen kann ein altmodisches „Gesichterbuch“ mit Fotos, Namen und Funktionen der Kollegen sehr hilfreich sein, um sich schnell im Betrieb zurechtzufinden. Schließlich prasseln in der ersten Zeit in einem neuen Unternehmen so viele Eindrücke auf jemanden ein, dass solche Hilfestellungen sehr willkommen sind.

Berücksichtigen Sie bei der Gestaltung des digitalen Onboardings (und eigentlich der gesamten Wissensplattform) das durchschnittliche Wissens- und Sprachniveau Ihrer Zielgruppe. Wenn wahrscheinlich nicht jeder digital versiert ist oder einen Computer besitzt, machen Sie Ihre Plattform gut über das Smartphone zugänglich. Wenn Sie erwarten, dass einige Mitarbeiter Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben der Landessprache haben, verwenden Sie mehr Fotos, Bildmaterial oder Infografiken und stellen Sie Übersetzungen wichtiger Informationen online bereit.

3. Stellen Sie neuen Mitarbeitern einen Buddy zur Seite

Lassen Sie neue Kollegen nicht allein. Stellen Sie ihnen lieber einen eigenen Buddy zur Seite: einen erfahrenen Mitarbeiter, der den Betrieb in- und auswendig kennt und gerne Fragen zum Unternehmen und zur Arbeitsweise beantwortet. Eine solche persönliche Betreuung sorgt für eine schnellere Integration am Arbeitsplatz und verhindert, dass sich der neue Mitarbeiter verloren fühlt und das Unternehmen womöglich vorzeitig verlässt.

Beschränken Sie den Einsatz eines Buddys nicht nur auf die ersten Wochen, sondern planen Sie auch während des ersten Arbeitsjahres einige Termine ein. Geben Sie dem Ganzen keinen zu formellen Rahmen. Nennen Sie es zum Beispiel einen „Kaffeemoment“, bei dem genügend Raum für Fragen und persönliches Feedback bleibt.

4. Schritt-für-Schritt-Einarbeitung und -Schulung

In der Produktion dreht sich fast alles um Planung und Übersicht. Das gilt genauso für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Sorgen Sie daher für ein strukturiertes Onboarding-Programm mit konkreten Aufgaben, Zielen und einem klaren Zeitplan. So wissen alle – Mitarbeiter wie Führungskraft –, woran sie sind und was sie voneinander erwarten können.

Ist die Probezeit vorbei und erweist sich der neue Kollege als wertvoller Gewinn? Dann setzen Sie sich so schnell wie möglich zusammen, um einen persönlichen Entwicklungsplan zu besprechen. Das klingt vielleicht etwas formell, muss es aber keineswegs sein. Auch Weiterbildungswünsche in den Bereichen Produktkenntnisse, Arbeitssicherheit oder ein spezieller Führerschein könnten auf der Wunschliste Ihres Mitarbeiters stehen. Wichtig ist, darüber zu sprechen und die Vereinbarungen klar festzuhalten. Das sorgt nicht nur für Klarheit, sondern gibt dem Mitarbeiter auch das Gefühl, ernst genommen zu werden.

Auch kleinere Unternehmen ohne eigene Personalabteilung können ihre Mitarbeiter in ihrer Entwicklung fördern, auch wenn sie dabei manchmal etwas kreativer sein müssen. Brauchen Sie Inspiration? Dann lesen Sie unseren speziellen Blog über persönliche Entwicklung in kleineren Unternehmen.

5. Meilensteine feiern

Ist die Probezeit vorbei oder wurde eine Schulung erfolgreich abgeschlossen? Schenken Sie dem Aufmerksamkeit, zum Beispiel bei einer gemeinsamen Kaffeepause. Indem kleine Erfolge sichtbar gemacht werden, wachsen Selbstvertrauen und Motivation. Zudem stärkt es den Zusammenhalt im Team und kann andere dazu inspirieren, ebenfalls über ihre eigene persönliche Entwicklung nachzudenken.

Diese persönliche Aufmerksamkeit ist übrigens nicht nur während der Einarbeitungsphase ein wichtiger Faktor. Kleine Gesten zu besonderen Anlässen, wie ein Kompliment, eine persönliche Karte, Blumen oder eine Erwähnung im Intranet, stärken das „Wir-Gefühl“ und senken die Fluktuation.

Darüber hinaus wirkt es Wunder für Ihr Employer Branding, also unser Rat: Investieren Sie darin!

Einarbeitung mit Wirkung

Gutes Onboarding ist also mehr als ein Pflichtgespräch am ersten Arbeitstag und das Aushändigen eines Handbuchs. Es ist eine Investition in Sicherheit, Engagement und Produktivität. Die Einarbeitung neuer Kollegen muss Sie als HR-Profi oder Führungskraft nicht Unmengen an Zeit kosten, wenn Sie intelligente digitale Tools nutzen. Möchten Sie mehr darüber erfahren oder benötigen Sie weitere Inspiration? Erleben Sie selbst die Kraft von Pluvo! Klicken Sie hier für eine Demo oder rufen Sie an unter +31 (20) 560 5001.

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