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February 3, 2022

Personalbeschaffung und Auswahl: Setzen Sie auf Abschlüsse oder Kompetenzen?

Untersuchungen zeigen, dass die Berücksichtigung von Persönlichkeit und Talent neben Diplomen zu besseren Einstellungen führt.

Endlich, oft nach Jahren des Büffelns, ist es so weit. Sie können Ihr Diplom in Empfang nehmen. Wer erinnert sich nicht an dieses wunderbare Gefühl? An den Gedanken, dass einem die Welt zu Füßen liegt und man endlich einem begeisterten Arbeitgeber zeigen kann, was man alles gelernt hat.

Auf dem heutigen Arbeitsmarkt sind Arbeitgeber tatsächlich sehr interessiert. Schließlich gibt es mehr offene Stellen als Arbeitssuchende. Doch ein kluger Recruiter blickt bei der Personalbeschaffung und Auswahl über den Tellerrand hinaus. Er legt keine Auswahlkriterien fest, die sich nur auf „abgeschlossene Ausbildungen“ konzentrieren. Nein, es wird auch auf die Persönlichkeit, die Talente und die Interessen einer Person geachtet. Das vergrößert nicht nur den Bewerberkreis für die Stelle. Ein solcher Blick auf den Lebenslauf sorgt auch dafür, dass bald ein Mitarbeiter zur Tür hereinkommt, der alle begeistert, so wissenschaftliche Untersuchungen.

Überlegen Sie mal: Hätten Sie lieber einen fröhlichen Berufseinsteiger oder Quereinsteiger als Kollegen, der hochmotiviert darauf brennt, neue Dinge zu lernen? Oder möchten Sie einen Kollegen, der sich bequem auf einem zwanzig Jahre alten Diplom ausruht, das inzwischen auf dem Dachboden verstaubt – genau wie das Wissen, das nie wieder aufgefrischt wurde? Und wenn Sie bereits ein Team voller „roter“ Typen haben, die sich gegenseitig übertrumpfen, um zu Wort zu kommen und befördert zu werden, dann ist mehr vom Gleichen das Letzte, was Sie brauchen. Die Abteilung kommt erst dann ins Gleichgewicht, wenn ihr eine andere, ruhigere Persönlichkeit mit anderen Kompetenzen gegenübergestellt wird.

Es lohnt sich wirklich, während des Bewerbungsverfahrens die Mühe auf sich zu nehmen, über den bloßen Bildungsabschluss hinauszuschauen. Am Arbeitsplatz kommt es darauf an, was jemand in der täglichen Praxis wirklich kann und tut. Welches Talent bringt er oder sie mit? Wie sieht die Arbeitsmoral aus? Und welche Persönlichkeit bringt der neue Kollege mit? Das sind die Dinge, auf die es wirklich ankommt.

Wenn ein Diplom nicht mehr das Maß aller Dinge ist, wie gestalten Sie dann den Personalbeschaffungs- und Auswahlprozess? Und wie halten Sie das richtige Wissensniveau in Ihrem Unternehmen aufrecht?

Hier sind 3 Tipps für die Personalbeschaffung und Auswahl von uns!

Tipp 1. Kompetenzbasierte Personalbeschaffung und Auswahl


In den meisten Branchen sind Fähigkeiten von entscheidender Bedeutung. Indem Sie weniger auf Papiere fokussieren und stattdessen kompetenzorientiert rekrutieren, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass Ihr neuer Mitarbeiter wirklich zu Ihren Anforderungen passt.

Haken Sie während des Vorstellungsgesprächs bei den Talenten nach. Wofür brennt der Bewerber wirklich? Was sind seine Antriebe, seine Leidenschaften? Genau das ist so wichtig, denn das zu tun, was man liebt, erzeugt Flow. Man wird enthusiastisch, produktiv und möchte sich ständig weiterentwickeln. All das führt oft zu Freude an der Arbeit.

Ein Bewerber im richtigen Flow ist der beste Mitarbeiter, den Sie bekommen können. Da kommt kein Diplom mit.

Belassen Sie es nicht nur beim obligatorischen Vorstellungsgespräch. Ein Assessment kann so viel mehr Informationen über persönliche Antriebe, Talente und Kompetenzen liefern. Glücklicherweise müssen Sie heutzutage nicht unbedingt zu einer teuren Personalberatung gehen. Es gibt zahlreiche gute und schnelle Online-Tests auf dem Markt, die Sie individuell auf Ihr Unternehmen zuschneiden können.

Tipp 2. Lernen und Entwicklung nach dem Bewerbungsverfahren

Ist das nun ein Plädoyer dafür, alle Diplome zu schreddern und Weiterbildung bei der Personalgewinnung über Bord zu werfen? Nein, ganz und gar nicht! Gerade in einer Welt, in der sich Entwicklungen schneller als das Licht vollziehen, ist es wichtig, Wissen stets auf dem neuesten Stand zu halten. Lassen Sie das Wissen im Unternehmen verkümmern, werden Sie von klügeren Konkurrenten grinsend überholt.

Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter daher vor allem dazu, am Ball zu bleiben und sich ständig neues Wissen anzueignen. Das muss nicht durch lange, energiezehrende Schulungsprogramme geschehen. Stundenlang die Schulbank zu drücken, ein Diplom entgegenzunehmen und danach nichts mehr aufzunehmen, ist nicht mehr zeitgemäß.

Glücklicherweise geht es auch anders. Richten Sie eine attraktive Online-Lernumgebung ein, voller kurzer Wissens-Häppchen, interessanter Einblicke aus dem Arbeitsalltag sowie Links zu Trends und Entwicklungen in Ihrer Branche.

Schaffen Sie eine abwechslungsreiche Mischung aus E-Learning, Live-Trainings und Flipped-Classroom-Konzepten. Geben Sie Ihren Mitarbeitern bei der Auswahl so viel Freiheit wie möglich. Lassen Sie sie ruhig in einer Weide voller blühender Informationen grasen.

Neugierig auf weitere Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren? Dann lesen Sie hier weiter.

Tipp 3. Kollegialer Wissensaustausch

Branchenspezifisches Wissen oder gezielte Tipps und Tricks, die zu Ihrem Unternehmen passen, lernt man meist nicht auf der Schulbank. Man lernt sie durch das Tun oder durch praktische Erfahrungen. Setzen Sie daher auf kollegialen Wissensaustausch. Damit verankern Sie vorhandenes Wissen in Ihrem Unternehmen und fördern die gegenseitige Zusammenarbeit.

Kollegialer Wissensaustausch ist eigentlich immer interessant:

  • Beim Onboarding: Stellen Sie dem neuen Mitarbeiter einen Buddy zur Seite, der ihm den Weg im Unternehmen zeigen kann, aber auch als vertrauenswürdiger Ansprechpartner dient.
  • Gedurende het dienstverband: laat collega’s van verschillende afdelingen regelmatig ervaringen uitwisselen. Dat vergroot wederzijds begrip en stimuleert samenwerking. Maak dit niet te formeel: een ‘lunch and learn’-sessie, waar iedereen aan kan schuiven om naar een collega te luisteren die het podium pakt, werkt bijvoorbeeld prima. Maar ook een multidisciplinaire online chatroom waar medewerkers elkaar kunnen vinden met vakgerichte vragen is een goed idee.
  • Bij naderend vertrek: de meeste vertrekkende collega’s hebben belangrijke kennis in huis. Zorg ervoor dat die kostbare informatie niet tegelijk met de medewerker het pand verlaat. Door bewust tijd en ruimte te creëren voor overdracht, behoud je de kennis in het bedrijf. Het kan een goed idee zijn om een online format te ontwerpen, waar vertrekkende collega’s volgens een vast stramien veilig en overzichtelijk hun informatie kunnen onderbrengen.

Lees hier nog véél meer over kennisdeling in organisaties! 

Vacature opstellen voorbeeld

Om van dit verhaal één geheel te maken, geven we een voorbeeld van een vacaturetekst, die voor jou van toepassing kunnen zijn. Zo heb je wat concrete handvatten om mee aan de slag te gaan. Daar gaan we!

“Je hebt een growth mindset en de wil om te leren. Aan motivatie geen gebrek!”
“Je bent ondernemend en gaat proactief aan de slag. Je wacht niet totdat iemand wat van je vraagt.” 
“Je hebt de neiging om de leiding te nemen en vindt het niet erg om eindverantwoordelijke te zijn.”
“Je bent nieuwsgierig aangelegd en bent altijd benieuwd naar het 'waarom' achter het verhaal.” 

Of juist: 

“Je hebt een rustige persoonlijkheid, bent bescheiden en analyseert van een afstandje. Op het juiste moment weet jij het gesprek over te nemen.” 

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