Trotz Bürojob fit bleiben? So gelingt es dir!
Fünf praktische Tipps gegen die Gefahren des langen Sitzens, vom Arbeitsplatz bis zum Bewegungsritual.

Sitzen ist das neue Rauchen. Das titelten die Zeitungen kurz vor dem Ausbruch der Pandemie, und heute scheint sich diese Gesundheitsgefahr noch schneller zu verbreiten als das Virus selbst. Wir kommen kaum noch von unseren Bildschirmen weg. Zum Glück haben wir Tipps, wie du trotzdem fit bleibst!
Trotz Bürojob fit bleiben? So gelingt es dir!
Der Mensch ist für Bewegung gemacht. Unser ganzer Körper ist darauf ausgelegt. Man kann sich also an fünf Fingern abzählen, was passiert, wenn wir unzählige Stunden vor dem Bildschirm verbringen und in unserer Freizeit kaum etwas anderes tun können, als auf dem Sofa zu lümmeln und durch soziale Medien zu surfen.
Wir werden träge, lustlos und nehmen zu. Schlimmer noch: Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen und Diabetes lauern im Hintergrund.
Zeit, die Alarmglocken zu läuten und etwas dagegen zu tun!
1. Aufstehen und bewegen
Bleib nicht sitzen, komm in Bewegung. Das geht öfter, als du denkst – du musst dir nicht gleich komplizierte Schreibtischfahrräder oder Sitzbälle anschaffen. Auch an einem ganz normalen Arbeitstag gibt es unzählige Momente, in denen du dich auf natürliche Weise bewegen kannst. Ja, das geht auch im Homeoffice!
Fast jedes Telefonat lässt sich im Gehen führen.
Wenn ein Kollege in der Nähe ist, schreibe nicht gleich eine E-Mail oder rufe an, sondern geh einfach kurz persönlich vorbei, um dich abzustimmen. Hast du ein langes Videotelefonat, gehe mit gutem Beispiel voran und stehe nach spätestens 45 Minuten vor dem Bildschirm auf.
Wenn du im Büro arbeitest, schlage vor, ein Meeting im Stehen abzuhalten. Es ist anfangs vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber du wirst die Vorteile schnell bemerken.
Das Meeting verläuft nicht nur effizienter und dauert somit kürzer, dein Körper wird es dir auch danken, wenn du dich kurz vom Stuhl erheben kannst.
2. Besser planen
Wir wissen, es ist sehr verlockend, ein wichtiges Gespräch noch schnell in die letzte freie Lücke im Kalender zu quetschen. Tu es nicht. Gerade bei wichtigen Gesprächen ist es entscheidend, bei der Sache zu bleiben. Es ist besser, sie auf einen ruhigeren Zeitpunkt zu legen, an dem du dir etwas zusätzliche Vorbereitungszeit gönnst.
Kann das Gespräch wirklich nicht so lange warten? Dann tausche es gegen einen anderen Termin, der weniger dringend ist.
Zu einer besseren Planung gehören auch die „Weißräume“, also kleine Pausenblöcke.
Nimm dir zwischen den Terminen 10 Minuten Zeit, um durchzuatmen, einen Boxenstopp einzulegen und dich zu bewegen
Wir sind keine Fans von Multitasking, aber in diesem Fall können wir sagen, dass eine solche Kombination keine schlechte Wahl ist.
3. Check deinen Arbeitsplatz
Betrachte deinen (Home-)Arbeitsplatz einmal mit frischen Augen. Wie viele Dinge liegen auf deinem Schreibtisch, die dort eigentlich nicht hingehören? Hast du ausreichend Tageslicht und frische Luft? Ist dein Stuhl richtig eingestellt und hat dein Schreibtisch die richtige Höhe? Wenn du mit einem Laptop arbeitest, schaffe dir einen Laptopständer an, damit sich der Bildschirm auf Augenhöhe befindet. Das verbessert deine Arbeitshaltung bereits erheblich.
Wenn du dir bei der Einrichtung deines Arbeitsplatzes unsicher bist, lass einen Ergotherapeuten einen Blick darauf werfen.
4. Kümmere dich um deinen inneren Motor
Dein innerer Motor braucht den richtigen Kraftstoff. Gerade wenn du viel sitzt, ist es klug, bewusst zu entscheiden, was du isst und trinkst. An erster Stelle steht Wasser. Achte darauf, mindestens anderthalb Liter am Tag zu trinken; ein großes Glas Wasser zu jeder Mahlzeit und eine Karaffe auf dem Schreibtisch sind eine gute Idee. Leitungswasser ist völlig in Ordnung, da die Qualität hierzulande hervorragend ist.
Eine weitere gute Faustregel: Iss nur Dinge, die deinem Körper guttun.
Lass die Süßigkeitenregale im Supermarkt links liegen und lass die Fritteuse aus. Eine gut gefüllte Obstschale lädt zu einem gesunden Snack ein und stärkt ganz nebenbei deine Abwehrkräfte. Die letzte Art von Kraftstoff, die wir dir nicht vorenthalten wollen: Sauerstoff.
Öffne ab und zu das Fenster in deinem Arbeitszimmer und atme bewusst und tief durch. Im Internet findest du zahlreiche tolle Meditations- und Atemübungen – nutze sie zu deinem Vorteil.
5. Bewege dich auch außerhalb der Arbeit
Selbst Büro- und Homeoffice-Mitarbeiter, die während der Arbeitszeit die vorherigen Tipps brav befolgt haben, leiden oft unter Bewegungsmangel. Versuche, das Defizit an körperlicher Aktivität nach Feierabend auszugleichen. Natürlich ist Sport eine gute Idee. Wenn das jedoch nicht klappt – etwa weil die Fitnessstudios geschlossen sind oder nur zu Zeiten geöffnet haben, in denen du arbeiten musst –, kannst du dir Alternativen überlegen.
Ein Sprung ins kalte Wasser oder ein Spaziergang sind immer möglich, gerne auch mit der Unterstützung der bekannten „Ommetje-App“ der Hersenstichting. Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren oder das Auto eine halbe Stunde Fußweg vom Arbeitsplatz entfernt zu parken, ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, frisch in den Arbeitstag zu starten und ihn ebenso zu beenden.
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Pluvo ist auf Online-Arbeit und -Lernen ausgerichtet, also ja, auch wir ertappen uns regelmäßig dabei, zu viel zu sitzen und uns zu wenig zu bewegen. Aber wir versuchen wirklich, etwas daran zu ändern. Wir teilen unser Wissen gerne – nimm also gerne Kontakt mit uns auf, wenn wir gemeinsam mit dir nach Lösungen suchen sollen!
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