Wie bekomme ich mehr Freude an meiner Arbeit? Finde dein Ikigai!
Das japanische Ikigai-Konzept aus der Blue-Zone-Forschung liefert fünf konkrete Tipps für mehr Arbeitsfreude.

Ikigai: Das Rezept für mehr Arbeitsfreude und ein längeres, glücklicheres Leben
Die Zeiten, in denen man sich schon vor dem sechzigsten Lebensjahr als Frührentner in die Hängematte legen konnte, scheinen endgültig vorbei zu sein. Wahrscheinlich wirst du durchhalten müssen, bis du fast siebzig bist. Es sei denn natürlich, du gewinnst im Lotto oder hast eine stattliche Erbschaft in Aussicht.
Ob du biologisch gesehen in der Lage bist, dein Rentenalter zu erreichen, geschweige denn die hundert Kerzen auf deiner Geburtstagstorte auszupusten, ist nur zu 10 % genetisch bedingt. Ganze 90 % werden durch deinen Lebensstil bestimmt, wie eine Untersuchung an dänischen Zwillingen einst zeigte.
Der Wissenschaftler Dan Buettner war davon fasziniert und ging für National Geographic auf Spurensuche. In sogenannten „Blue Zones“ traf er Menschen an, die gesünder waren und älter wurden als der Durchschnitt. Er kehrte mit Ergebnissen zurück, die nicht nur äußerst interessant, sondern auch recht einfach umzusetzen sind. Selbst in unserer westlichen Welt.
Kurz zusammengefasst wies das Leben der Menschen in diesen „Blue Zones“ mehrere Gemeinsamkeiten auf:
- Ein Speiseplan, der hauptsächlich aus frischen Lebensmitteln besteht
- Viel und natürliche Bewegung
- Ein herzliches Sozialleben
- Ein klarer Grund, morgens aufzustehen; auf Japanisch: „Ikigai“
Was ist (dein) Ikigai?
Ikigai ist ein gutes Rezept, um sicherzustellen, dass du dein Rentenalter nicht nur gesund, sondern auch mit Freude erreichst. Zu wissen, wofür man gerne aufsteht, ist nämlich nicht nur gut für die Gesundheit, sondern verleiht auch der Arbeitsfreude einen positiven Schub. Es senkt das Stresslevel erheblich und verringert dadurch das Risiko für Krebs und andere ernsthafte Erkrankungen.
Ikigai ist weder esoterisch noch kompliziert. Eigentlich läuft es einfach darauf hinaus, sein Glück in kleinen, alltäglichen Dingen zu finden. An welchen Stellschrauben kannst du drehen, um dein Ikigai zu finden und zu stärken? Wir teilen ein paar Ideen mit dir.
5 Tipps für mehr Arbeitsfreude
- Starte den Tag früh und mit einer wertvollen Aufgabe.
Stell deinen Wecker doch mal eine Stunde früher, um direkt etwas anzupacken, vor dem du dich schon eine Weile drückst oder wozu du in der Hektik des Tages normalerweise nie kommst. Das kann beruflich oder privat sein. Die Zufriedenheit, wenn du diese Aufgabe schon so früh erledigt hast, sorgt für einen positiven Flow für den Rest des Tages.
- Entwickle ein Bewegungsritual.
Sorge dafür, dass du dich jeden Tag zu einer festen Zeit bewegst. Der eine bekommt einen Kick vom fünf Kilometer langen Joggen, der andere fährt gerne eine Runde Rad, geht tanzen oder dreht am liebsten eine kleine Runde zu Fuß. Es spielt keine Rolle, wofür du dich entscheidest, solange du Spaß daran hast. Dann hältst du es nämlich viel länger durch und es wird zu einem echten, gesunden Ritual.
- Tue Arbeit, die dich glücklich macht.
Du verbringst einen großen Teil deines Lebens mit Arbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass du Freude an dem hast, was du tust. Geld ist eigentlich nur ein relativer Begriff. Natürlich muss der Lebensunterhalt bestritten werden und im Supermarkt kann man nicht mit einem Lächeln bezahlen. Aber es heißt, dass eine Gehaltserhöhung im Durchschnitt nur ein paar Monate lang ein Gefühl von Fortschritt vermittelt – danach hat man sich an den zusätzlichen Spielraum im Geldbeutel bereits gewöhnt.
Sich bewusst zu machen, warum man tut, was man tut, und sich ernsthaft zu fragen, ob man seine Zeit und Energie in etwas investieren möchte, ist ein großer Schritt in Richtung Ikigai. Fühlt es sich nicht gut an? Dann prüfen Sie, ob Sie vielleicht andere Entscheidungen treffen können. Achten Sie auf sich selbst und auf Signale, dass Ihnen Ihre Arbeit keinen Spaß mehr macht.
Möchten Sie wissen, wie Sie Arbeit finden, die wirklich zu Ihnen (und Ihrem Ikigai) passt? Dann lesen Sie auch diesen Blog über intrinsische Motivation.
- Verlassen Sie Ihre Komfortzone.
Natürlich ist es verlockend, immer das Gleiche zu tun und einfach so weiterzumachen, ohne darüber nachzudenken. Doch egal, wie bequem sich die Komfortzone anfühlt, es ist gut, sie regelmäßig zu verlassen, um etwas Neues auszuprobieren. Es schärft Ihre Sinne, lässt Sie neue Erfahrungen sammeln und ermöglicht es Ihnen, die Welt mit frischen Augen zu sehen.
Dabei geht es nicht unbedingt um weltbewegende Veränderungen. Nehmen Sie einmal einen anderen Weg zur Arbeit, probieren Sie ein neues Rezept aus oder experimentieren Sie mit einem anderen Kleidungsstil. Das reicht oft schon aus, um für neuen Schwung in Ihrem Leben zu sorgen und ein Gefühl des Staunens zu wecken.
Arbeiten Sie an Ihrer persönlichen Entwicklung! Wir haben einen Blog darüber geschrieben, wie Sie dies digital umsetzen können.
- Tun Sie etwas für Ihr Umfeld.
Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen. Auch wenn Sie sich vielleicht nicht als Herdentier betrachten, werden Sie wachsen, wenn Sie einen positiven Beitrag zu Ihrem Umfeld leisten. Schauen Sie, was zu Ihnen passt: einem kranken Bekannten mehr Aufmerksamkeit schenken, für die ältere Nachbarin einkaufen gehen, in der Igelstation mithelfen oder eine PR-Kampagne für eine politische Partei aufsetzen.
Bewusst Zeit für andere freizumachen und zu einem größeren Ganzen beizutragen, schenkt ein Gefühl des Glücks. Ihr Einsatz zählt, und Sie werden gesehen und geschätzt. Ein klassischer Fall von Win-win.
Möchten Sie auch wissen, wie Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Mitarbeiter motivieren können? Dann lesen Sie hier weiter.
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