Machen Sie Ihr Unternehmen bereit für den Wandel!
Veränderungen gelingen zu 80 % durch die Einstellung der Mitarbeiter; fünf Tipps für erfolgreiches Change Management.

Der Mensch ist von Natur aus ein Gewohnheitstier. Das ist logisch, denn Vorhersehbarkeit hat die Überlebenschancen früher deutlich erhöht. Man wusste, was einen erwartete, und konnte sich darauf einstellen. Doch die Evolution hat ihren Sinn: Man muss sich immer wieder an neue Umstände anpassen können. Hätten wir das nicht getan, würden wir heute noch in Bärenfellen herumlaufen oder wären vielleicht längst ausgestorben.
Stillstand ist Rückschritt. Das galt in der Steinzeit, aber auch im Jahr 2021. Glücklicherweise haben wir alle ein oder zwei Antreiber in unserem Unternehmen. Menschen, die vor Innovationsdrang nur so sprühen, bei neuen Entwicklungen immer vorangehen und keine Angst davor haben, auch mal auf die Nase zu fallen. Sie stehen einfach wieder auf, lernen aus ihren Fehlern und kommen kurz darauf frisch und munter mit einer neuen, noch besseren Idee um die Ecke.
Wie sorgen Sie für Veränderung in Ihrem Unternehmen?
Solche Menschen sind für ein Unternehmen unbezahlbar. Sie halten die Organisation auf Trab, führen neue Techniken ein und sind der Konkurrenz immer einen Schritt voraus. Aber nicht jeder ist aus demselben Holz geschnitzt. Was machen Sie mit Kollegen, die etwas konservativer sind?
Menschen, die lieber erst einmal abwarten und – um im Tierreich zu bleiben – vor allem viele Probleme sehen, wenn ein neues System oder ein anderes Verfahren eingeführt werden soll?
Sie sorgen in einem Unternehmen für die nötige Sorgfalt und ein gutes Risikomanagement, daher müssen auch diese Mitarbeiter geschätzt werden. Vorausgesetzt, sie kommen rechtzeitig in Bewegung und gehen den Wandel mit.
Es geht um Ihre Mitarbeiter
Eigentlich dreht sich bei der Einführung jeder geschäftlichen Veränderung (egal ob es um Automatisierung oder einen Umzug geht) nur zu 20 % um materielle Dinge wie Technik, Möbel oder den Standort. Der Erfolg einer Implementierung in einem Unternehmen hängt zu sage und schreibe 80 % von der mentalen Einstellung der Mitarbeiter ab.
Begrüßen sie die Änderung oder halten sie ängstlich am Alten fest und blockieren den Weg zum Fortschritt?
Wenn Sie Ihr Unternehmen auf dem neuesten Stand halten wollen, lohnt es sich definitiv, in gutes Change Management zu investieren. Wir haben ein paar Tipps für Sie!
Tipp 1: Seien Sie nicht zu ehrgeizig
Erwarten Sie nicht, dass Sie den Schalter von heute auf morgen umlegen können; seien Sie realistisch. Der Weg zu einer dauerhaften Veränderung ist meist kein Sprint, sondern eher ein Marathon. In den meisten Fällen ist das auch nicht schlimm, und eine gewisse Verzögerung ist kein Weltuntergang.
Nehmen Sie sich also die Zeit und den Raum, wo es möglich ist. Das gibt Ihnen die Chance, Investitionen über einen längeren Zeitraum zu verteilen, und Sie geben Ihren Mitarbeitern Zeit, sich an eine neue Arbeitsweise zu gewöhnen.
Ein schrittweiser Ansatz hat noch einen weiteren Vorteil: Sollten sich bei der Änderung noch Kinderkrankheiten zeigen, können Sie diese nach und nach beheben, bevor der nächste Schritt erfolgt.
Tipp 2: Ernennen Sie einen Change Manager
Veränderungen verlaufen fast nie in einer geraden Linie. Es ist meist ein komplexer Prozess mit vielen Hürden auf dem Weg. Setzen Sie daher einen Change Manager ans Steuer, der das Projekt überwacht und vorantreibt. Seien Sie jedoch sorgfältig bei Ihrer Wahl, denn nicht jeder ist für diese Rolle geboren.
Ein guter Change Manager kann kommunikativ geschickt zwischen verschiedenen Ebenen vermitteln, kennt die internen Abläufe und lässt sich von (fast unvermeidbarem) Widerstand nicht aus der Ruhe bringen.
Haben Sie intern keinen geeigneten Kandidaten für diese wichtige Rolle? Dann kann es sinnvoll sein, einen externen Change Manager zu beauftragen.
Tipp 3: Nehmen Sie so viele Stakeholder wie möglich in den Prozess mit
Vermeiden Sie es, Ihre Mitarbeiter von einer (oft tiefgreifenden) Veränderung wie von einem Tsunami überrollen zu lassen. Ein solcher Überraschungseffekt kann nicht nur zu Schockstarre und sofortigem Widerstand führen, sondern lässt Sie auch wertvollen Input für Ihr Projekt entgehen. Es ist klug, so früh wie möglich alle Stakeholder an einen Tisch zu holen.
Durch einen solchen multidisziplinären Ansatz gewinnen Sie wichtige Botschafter für den Wandel innerhalb der Organisation. Zudem liefern all diese Fachbereiche neue Erkenntnisse, wodurch eine Fragestellung vorab aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und oft fast unbemerkt gelöst wird. Das erspart viel Nachbesserungsarbeit!
Tipp 4. Mut zu klaren Entscheidungen
Nutzen Sie bei der Umsetzung Ihres Veränderungsprojekts nicht nur zu Beginn das vielfältige interne und externe Fachwissen. Ziehen Sie auch während des Prozesses Daten und Ereignisse innerhalb und außerhalb Ihres Unternehmens heran. Die Welt kann manchmal unerwartet ganz anders aussehen; denken Sie nur an das Jahr 2020.
Behalten Sie Marktentwicklungen im Auge und überwachen Sie Finanzkennzahlen sowie Trends. Sollten Sie trotz guter Vorbereitung zu Projektbeginn von der Realität eingeholt werden, haben Sie den Mut, Ihre Pläne anzupassen, anstatt starr am ursprünglichen Plan festzuhalten.
Gutes Change Management ist ein organischer, flexibler Prozess!
Tipp 5. Kommunikation
Das Zaubermittel für einen erfolgreichen Veränderungsprozess: gute Kommunikation. Informieren Sie Mitarbeiter und Lieferanten klar und rechtzeitig über anstehende Änderungen. Versetzen Sie sich dabei gut in die Lage der Empfänger Ihrer Botschaft. Was werden sie konkret davon merken? Welche Auswirkungen hat es auf ihren Alltag?
Setzen Sie auf einen guten Mix bei der Informationsvermittlung. Wechseln Sie zwischen E-Mail, Intranet und Informationsveranstaltungen ab und stimmen Sie die Inhalte gut aufeinander ab. Und natürlich passen Sie Ihre Wortwahl an die Zielgruppe an, die Sie erreichen möchten.
Benötigen Sie Ideen?
Change Management lässt sich hervorragend durch verschiedene Online-Lösungen unterstützen. Führen Sie eine Umfrage unter Mitarbeitern oder Kunden durch oder richten Sie eine Plattform ein, auf der Informationen zu Ihrem Projekt gesammelt werden.
Schaffen Sie intelligente Verknüpfungen zwischen verschiedenen internen und externen Daten, damit Sie jederzeit über aktuelle Informationen verfügen und rechtzeitig gegensteuern können. Kurz gesagt: Es gibt viele Möglichkeiten!
Möchten Sie weitere Ideen? Kontaktieren Sie uns gerne, wir denken gerne mit Ihnen mit!
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