Evaluieren Sie Ihr Online-Training mit dem Evaluationsmodell von Thalheimer!
Bericht einer Sitzung mit Will Thalheimer: Klassische Evaluationsbögen messen den Lernerfolg nicht ausreichend.

Das Training evaluieren – warum eigentlich?
Die Bedeutung der Trainingsevaluation während des Lernprozesses wird oft unterschätzt. Wir erfassen, wie viele Lektionen besucht werden und ob eine aktive Teilnahme stattfindet. Dann schließen wir ein Modul mit einer Prüfung oder ein E-Learning mit einem Quiz ab – und das war es. Wir erhalten eine Note, fragen uns kurz, was wir falsch gemacht haben, aber sobald wir bestanden haben, denken wir nicht weiter darüber nach. Auch die Frage, ob wir das Wissen und die Fähigkeiten tatsächlich in unserer täglichen Arbeit anwenden können, lassen wir meist außer Acht.
Das ist natürlich sehr schade.
Wenn Sie nämlich wertvolles Feedback zu Ihrem Online-Training erhalten, während Sie lernen, ist das tatsächliche Lernergebnis deutlich höher. Sie erkennen, welche Denkprozesse oder Fähigkeiten Sie noch anpassen oder nachjustieren müssen. Und das nicht erst im Nachhinein, sondern bereits während des Prozesses, sodass Sie noch gegensteuern können, bevor der Kurs endet.
Es gibt verschiedene Feedback-Modelle, die im E-Learning eingesetzt werden. Zum Beispiel:
- Die 4 Ebenen nach Kirkpatrick
- Die „Five Moments of Need“
- Die fünf Phasen von ADDIE
- Die „Nine Events of Instruction“
- Die „Decisive Dozen“
Um nur einige zu nennen.
Während des Next Learning Festivals haben wir eine interessante Session mit Will Thalheimer besucht. Seine Botschaft lautete wie folgt.
Untersuchungen haben gezeigt, dass das tatsächliche Lernergebnis nicht einfach mit Evaluationsbögen „nach alter Schule“ gemessen werden kann. Durch eine andere Formulierung und Art der Befragung erhalten Sie ein viel besseres Bild davon, was tatsächlich gelernt wurde. Dabei ist das „Learning Transfer Evaluation Model“ ein hilfreiches Instrument.
In diesem Blogbeitrag erfahren Sie mehr über das Evaluationsmodell von Thalheimer und warum es uns überzeugt. Bevor Sie jedoch weiterlesen, möchten wir Sie daran erinnern, dass es immer besser ist, Ihr Training im Vorfeld so gut wie möglich zu gestalten. Effektive Wissensvermittlung geht zudem oft Hand in Hand mit einer leistungsstarken Online-Lernplattform. Sie haben noch keine Plattform, die all Ihre Anforderungen erfüllt? Werfen Sie einen Blick auf die Möglichkeiten von Pluvo!
Evaluation Ihres Online-Trainings auf die alte Art
Die Tatsache, dass jemand an einem Lernprozess teilnimmt, bedeutet nicht, dass diese Person auch tatsächlich etwas gelernt hat. Die Messung der Anwesenheit (an wie vielen Sitzungen hat die Person teilgenommen) sagt also nichts über das Lernergebnis aus. Wenn Kursteilnehmer einen Kurs abschließen (der bekannte Prozentbalken oben in einer Online-Lernumgebung), bedeutet das nicht, dass diese Person auch etwas aus dem E-Learning mitgenommen hat. Deshalb ist die Messung des Prozentsatzes der durchlaufenen Materialien für einen Kursteilnehmer nicht sinnvoll.
Dasselbe gilt für die Partizipation. Wenn jemand während der Lektionen aufmerksam ist, sich für das Material interessiert oder sogar angibt, dass ihm ein Lernevent sehr gut gefallen hat, bedeutet das noch lange nicht, dass er oder sie etwas gelernt hat. Interesse zu messen ist daher nicht zielführend.
Darüber hinaus sind die alten Feedback-Modelle auch bei der Messung von Wissen nicht effektiv. Wenn jemand Informationen wiedergeben kann, bedeutet das noch nicht, dass er dieses Wissen auch in der Praxis anwenden kann; warum sollte man also das bloße Aufzählen von Wissen messen? Selbst wenn jemand angibt, ein Konzept zu verstehen, oder während einer Lektion oder online eine bestimmte Fähigkeit demonstriert, bedeutet das noch nicht, dass er oder sie den Transfer in die berufliche Praxis schafft. Deshalb ist die Messung von Wissen über ein Konzept oder der Grad der Beherrschung einer Fähigkeit direkt nach einem Lernevent (Lektion, Online-Meeting) nicht aussagekräftig.
Thalheimer plädiert dafür, dass wir bei der Erstellung einer Evaluation auf folgende Punkte achten sollten: Verstehen, Behalten, Entscheidungsfähigkeit, Aufgabenkompetenz und Ausdauer bei der Anwendung des Gelernten am Arbeitsplatz oder in anderen „Leistungssituationen“.
Aber wie macht man das? Thalheimer erklärt es anhand seines „Learning-Transfer Evaluation Model“. Wir erläutern das Modell kurz. Die Links in diesem Blog verweisen auf den ausführlichen Artikel zu diesem Thema, der von Thalheimer selbst verfasst wurde.
Das Learning-Transfer Evaluation Model
- Anwesenheit und Partizipation (Ebene 1 & 2)
Zuvor argumentierte Thalheimer, dass Anwesenheit und Partizipation keine nützlichen Messgrößen sind, dennoch gibt es mehrere Gründe, diese dennoch zu erfassen. Die Messung von Aufmerksamkeit, Interesse und Partizipation eines Teilnehmers kann nützlich sein, um Stärken und Schwächen in Ihrem E-Learning zu identifizieren, und kann Ihnen zudem einen indirekten Hinweis auf das Interesse, die Motivation und das Engagement des Teilnehmers geben – diese Informationen können hilfreich sein, um das Design des E-Learnings zu verbessern.
- Perceptie (level 3)
Als we vragen naar de perceptie van de cursist doelen we meestal op: zouden zij de cursus aan anderen aanraden? Vonden zij de docent goed? Voldeed de cursus aan hun verwachtingen? Thalheimer pleit voor het stellen van vragen die veel waardevoller zijn om het daadwerkelijke leerresultaat te meten, zoals: ondersteunde de e-learning je begrip van de materie, het onthouden van de materie en droeg het bij aan je motivatie om het geleerde toe te passen in de praktijk?
- Kennis (level 4)
Als cursisten kort na de cursus getest worden op welke kennis er is blijven hangen, is dit slechts een momentopname van het langetermijngeheugen. Dit biedt geen garantie dat de cursist zich de kennis daadwerkelijk eigen heeft gemaakt. Daarom pleit Thalheimer ervoor om de kennis op langere termijn nogmaals te testen om te achterhalen wat de cursist daadwerkelijk heeft geïnternaliseerd. Dit is echter nog steeds geen ideale methode, omdat het niets zegt over hoe de cursist deze kennis toepast tijdens het nemen van besluiten, bijvoorbeeld.
Onze blog over creatief online kennis toetsen is ook leuk om te lezen!
- Besluitvaardigheid (level 5)
Om realistische besluitvorming te evalueren, kunnen we cursisten realistische situaties aanbieden om hen te laten oefenen met het nemen van beslissingen die vergelijkbaar zijn met het soort beslissingen dat zij moeten nemen in hun dagelijkse werkpraktijk.
- Taakcompetentie (level 6)
Om taakcompetentie te meten kunnen we cursisten realistische situaties laten evalueren en hen vervolgens in staat te stellen beslissingen te nemen en acties te ondernemen die overeenkomen met die beslissingen.
Lees ook onze blog over digitale tools, waar we dieper ingaan op het toepassen van levensechte simulaties en gamification in je training.
- Overdracht (level 7)
"Zijn cursisten succesvol in het gebruiken wat zij hebben geleerd in gerichte werksituaties?"
- Overdrachtseffecten (level 8)
"Als cursisten inderdaad succesvol zijn geweest in de overdracht van wat zij geleerd hebben naar hun werksituatie, welke effecten heeft dat dan op gerichte en ongerichte resultaten en belanghebbenden?”
Evaluatie training voorbeeld
In een volgende blog leggen we je uit hoe je dit model ook daadwerkelijk kunt toepassen tijdens het ontwikkelen van jouw eigen e-learning. Wil je nu vast van start? Neem contact met ons op in de chat!
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