3 technologische Entwicklungen im Bildungswesen: Das ist die Zukunft
Microlearning, Mobile First und intelligente Algorithmen: drei Trends, die die Entwicklung der Online-Bildung bestimmen.

Die technologischen Entwicklungen im Bildungswesen schreiten rasant voran. So ist E-Learning, der digitale Wissenserwerb, mittlerweile ein fester Begriff für viele Dozenten und Ausbilder. E-Learning ist ein Beispiel für eine solche technologische Entwicklung, die der Bildung einen enormen Schub verliehen hat.
Und wie bei vielen technologischen Entwicklungen ändert sich erst die Funktion und dann die Form. Denken Sie zum Beispiel an die allerersten Fernsehsendungen: Anfangs waren das eigentlich nur Radiosendungen, die durch ein wenig Bildmaterial illustriert wurden. Heute sieht das natürlich ganz anders aus.
Oder was ist mit E-Mails? Als E-Mails erfunden und erstmals genutzt wurden, schrieben die Menschen noch genauso formelle Briefe wie zuvor auf Papier oder mit der Schreibmaschine.
Wenn wir uns heute ansehen, wie uns zu jeder Tageszeit kurze und prägnante E-Mails erreichen, hat auch hier eine große Transformation stattgefunden. Erst die Funktion (schneller Versand digitaler Briefe) und dann die Form (von formellen Briefen zu direkten Nachrichten – oft in Umgangssprache und mit Emojis).
Beim E-Learning war das nicht anders. Besonders in der Anfangsphase, aber auch kürzlich während des ersten COVID-Lockdowns, wurden Lerninhalte eins zu eins vom Präsenzunterricht ins Online-Format übertragen, ohne zu hinterfragen, ob dies sinnvoll und effektiv ist. Einerseits natürlich logisch – wir waren in Eile und hatten keine andere Wahl. Andererseits schade, denn viele Lernende hatten dadurch eine weniger als optimale Lernerfahrung.
Während dieser Verschiebungen haben drei wichtige technologische Entwicklungen im Bildungswesen stattgefunden. Wir besprechen diese Transformationen in diesem Blog und erklären, wie auch Sie vom E-Learning profitieren können.
Drei technologische Entwicklungen im Bildungswesen
- Microlearning
Das Konzept des Microlearnings besteht darin, Lernmaterial in kleine Einheiten zu unterteilen, die in wenigen Minuten angesehen, angehört oder gelesen werden können. Microlearning wird immer beliebter, da Studien zeigen, dass es zu besseren Lernergebnissen führt als beispielsweise traditionelle Vorlesungen, Präsentationen oder längere Trainingsformen. Microlearning weist zudem viele Parallelen zu unserer heutigen Social-Media-Nutzung auf (siehe auch Punkt 3), fühlt sich daher oft natürlicher und einfacher an und baut zudem Hemmschwellen ab.
Eine interessante Studie der Technischen Universität Dresden zeigt: Wenn dasselbe Lernmaterial zwei Gruppen präsentiert wird – einer Gruppe durch traditionelles Lernen (längere Dauer, traditionelles Format) und einer Gruppe durch Microlearning (in kleinen, kurzen Einheiten) –, beantworten die Studierenden, die das Microlearning-Material erhielten, die Fragen 28 % schneller und erzielen ein um 20 % besseres Ergebnis!
Das ideale Szenario ist also die Erstellung von Videos, Audioclips oder Texten, die nicht länger als 5 Minuten dauern. Damit eignet sich Microlearning auch hervorragend für „Mobile First“-Lernen (siehe Punkt 2), da es deutlich weniger Bandbreite beansprucht als beispielsweise stundenlange Videos.
Selbst Microlearning erstellen? So geht’s!
- Mobile First
Studien zeigen, dass wir durchschnittlich zwischen 3 und 5,5 Stunden pro Tag am Smartphone verbringen. Jetzt denken Sie vielleicht: „Das gilt nicht für mich!“ Aber da könnten Sie sich noch wundern ;-)
Früher (und von manchen Lehrkräften auch heute noch) wurde es als „schlecht“ und „ablenkend“ angesehen, wenn man während des Unterrichts auf sein Handy schaute. Die Informationen kamen schließlich direkt vom Dozenten, und dafür brauchte man kein Handy.
Da wir immer mehr online lernen, ist es bei der Entwicklung von E-Learning essenziell, „Mobile First“ zu denken. Das bedeutet, dass die Lerninhalte optimal für den Konsum in kleinen Häppchen geeignet sind (denken Sie beispielsweise an TikTok oder Instagram Reels) – also Microlearning.
Aber das Lernen per Smartphone fällt nicht nur unter den Begriff „Bildungstrends“. Nein, auch in Unternehmen und Organisationen wird das mobile Lernen gefördert. Da hybrides Arbeiten durch die Pandemie ein immer größerer Trend wird, bieten viele Unternehmen ihre Arbeitsprozesse in Apps an, die auch auf dem Smartphone genutzt werden können. Es ist also ideal, wenn Ihr E-Learning ebenfalls auf diese Weise verfügbar ist.
Dennoch zeigt sich oft: Wenn Inhalte eins zu eins aus einem Präsenztraining übernommen wurden, entsprechen sie nicht den Wünschen der Lernenden, da sie noch nicht nach den Prinzipien von Microlearning und Mobile First gestaltet sind.
Einige Punkte, die Sie bei der „Mobile First“-Entwicklung Ihres E-Learnings beachten sollten:
- Nutzen Sie Microlearning
- Stellen Sie sicher, dass die Inhalte auf kleinen Bildschirmen vollständig zugänglich sind
- Nutzen Sie die Interaktionsmöglichkeiten von Smartphones und Tablets
- Berücksichtigen Sie, dass Lernende das Material manchmal über mobile Daten oder öffentliche Netzwerke abrufen; es muss daher schnell laden und darf keine langen Ladezeiten haben.
- Soziale Medien
Wenn wir über Trends und Entwicklungen im Bildungswesen sprechen, kommen wir an der Rolle der sozialen Medien nicht vorbei. Wir können viel von sozialen Medien lernen, aber die zwei wichtigsten Lektionen, die wir in die Entwicklung digitaler Bildung einfließen lassen können, sind:
- Algorithmen sind Gold wert. Ein Algorithmus ist eine fortschrittliche technologische Entwicklung, die unter anderem in sozialen Medien eingesetzt wird. Es handelt sich um eine Reihe von Anweisungen, durch die der Computer erkennt, was wir interessant finden. Diese Informationen werden anhand verschiedener Messwerte gesammelt: wie lange wir scrollen, auf welche Inhalte wir klicken usw. Das ist natürlich auch für das E-Learning sehr wertvoll! Was begeistert Ihre Lernenden und wo steigen sie aus? Indem Sie diese Zahlen und Trends erfassen, können Sie den Lernerfolg für jeden Einzelnen personalisieren und optimieren. Mit Pluvo können Sie persönliche Lernpfade erstellen, die sich automatisch an das Verhalten oder die Interessen der Lernenden anpassen. Entdecken Sie die Möglichkeiten unserer Lernplattform, um mehr zu erfahren ;-)
- Die Bedeutung von „Social Learning“. Sie kennen das sicher: dieses kleine Glücksgefühl, wenn Ihr Beitrag in den sozialen Medien ein „Gefällt mir“ erhält, jemand Ihren Beitrag teilt, weil er ihn wertvoll findet, oder einen netten Kommentar hinterlässt. Das sind alles Formen positiver Interaktion. Auch im E-Learning lässt sich diese positive Interaktion fördern, zum Beispiel durch die Integration einer aktiven Community. Es lohnt sich!
Bildungstrends in der Praxis: Benötigen Sie Hilfe?
Wenn Sie die oben genannten Trends bei der Entwicklung Ihres E-Learnings berücksichtigen, machen Sie Ihr Angebot zukunftssicher!
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