Vertrauen im Team wiederherstellen? Hier sind 5 Tipps!
Fünf konkrete Schritte, von der Sicherheit bis zur transparenten Kommunikation, um Vertrauen aufzubauen.

Vertrauen unter Mitarbeitern in einem Team aufbauen
Wir haben bereits darüber gebloggt: Ein tolles Gehalt und ein schicker Dienstwagen sind zwar schön, aber für Mitarbeiter bei der Überlegung, sich woanders zu bewerben, nicht ausschlaggebend. Eigenverantwortung, ein angenehmes Arbeitsklima und ausreichend Herausforderungen stehen in der Regel viel weiter oben auf der Liste. Die Basis für diese Push-Faktoren? Alles steht und fällt mit dem Aufbau von Vertrauen. Vom Unternehmen gegenüber dem Mitarbeiter, aber auch umgekehrt.
„Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferd.“
Sie kennen diesen Spruch sicher. Er ist unglaublich wahr. Noch bevor Ihr Mitarbeiter bei Ihnen angefangen hat, beginnt die Employee Journey und damit der Aufbau einer Vertrauensbasis. Das ist ein ziemlich fragiler Prozess, bei dem man sich nicht allzu viele Fehltritte erlauben darf, egal wie klein sie auch sein mögen. Jeder Flüchtigkeitsfehler oder, noch schlimmer, ein nicht eingehaltenes Versprechen hinterlässt einen Kratzer in dieser noch so frischen Bekanntschaft.
Diese Kratzer werden dauerhaft im Gedächtnis Ihres Mitarbeiters gespeichert. Gerade weil der Start bei einem neuen Arbeitgeber ein prägender Moment ist, kommt jede Erfahrung, ob positiv oder negativ, besonders intensiv an. Auch später im Berufsleben füllt Ihr Mitarbeiter das emotionale Bankkonto bei Ihnen als Arbeitgeber systematisch weiter auf.
Sorgen Sie also für genügend Guthaben, um zu verhindern, dass Ihr Mitarbeiter das Weite sucht.
Ja, wir hören Sie schon brummen. Natürlich muss auch Ihr Bankkonto vom Mitarbeiter selbst gut gefüllt werden. Sie dürfen also durchaus Anforderungen an Produktivität, Arbeitshaltung und Loyalität stellen. Aber üben Sie vor allem Selbstreflexion, schauen Sie in den Spiegel und fragen Sie sich, wie Sie als Arbeitgeber dazu beitragen können, dass Sie beide glücklich miteinander sind und bleiben. Fragen Sie sich, wie Sie optimales gegenseitiges Vertrauen aufbauen können.
Natürlich haben wir ein paar gute Tipps für Sie. So können Sie das Vertrauen in Ihrem Team wiederherstellen!
Vertrauen im Team wiederherstellen: 5 Tipps
- Sorgen Sie für ein sicheres Umfeld
Spüren Sie instinktiv, dass im Arbeitsklima etwas nicht stimmt? Zögern Sie nicht und sprechen Sie es an. Wenn Sie selbst um den heißen Brei herumreden, bleibt diese Atmosphäre bestehen. Das Misstrauen wächst, und ehe Sie sich versehen, werden Sie selbst Teil des Problems.
Benennen Sie daher, was Sie wahrnehmen, und fragen Sie auf eine positive, verbindende Art, wie man das gemeinsam lösen kann.
Schaffen Sie eine Atmosphäre, in der es sich sicher anfühlt, alles – egal wie schwierig – miteinander zu besprechen. Wenn Ihnen jemand etwas im Vertrauen erzählt, behalten Sie diese Information für sich. Ermutigen Sie den Mitarbeiter jedoch dazu, Dinge, die direkten Einfluss auf die Arbeit haben, selbst mit seinen oder ihren Kollegen zu besprechen. Trainieren Sie die Mitarbeiter darin, einander konstruktives Feedback zu geben, und gehen Sie selbst natürlich mit gutem Beispiel voran. Laden Sie dazu ein, Feedback zu geben, und seien Sie mutig genug, sich verletzlich zu zeigen. Das kann bedeuten, dass auch Ihre eigenen Entscheidungen und Handlungen unter die Lupe genommen werden. Seien Sie sich bewusst, dass das nicht schlimm ist: Ein kritischer Blick ist das Los jeder Führungskraft.
Aber weil es nun offen angesprochen wird, haben Sie die Chance, es anzupacken und zu lösen. Und genau das ist der Unterschied!
2. In kleinere Teams aufteilen
Wenn Sie ein großes Unternehmen haben, ist es oft schwierig, eine persönliche Arbeitsatmosphäre zu schaffen und effizient zu arbeiten. Es kann dann eine gute Idee sein, die Organisation in mehrere kleinere Teams aufzuteilen. Sie erhalten dann quasi ein paar kleinere Organisationen innerhalb einer Organisation. Das Arbeiten in einem kleineren Rahmen gibt Mitarbeitern beispielsweise die Chance, neue Dinge zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, die in einer größeren Organisation meist standardmäßig bei einer Stabsabteilung liegt.
Für die Entwicklung von Eigenverantwortung und Wachstum kann dies also ein guter Nährboden sein.
Ein weiterer Vorteil eines kleineren Teams: Es ist einfacher zu steuern und zu begleiten. Kollegen lernen sich besser kennen und finden es viel selbstverständlicher, die Zusammenarbeit zu suchen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Team keine Insel bildet und den Rest der Organisation ausschließt. Suchen Sie also bewusst die Verbindung zu anderen Teams und schauen Sie, wo Sie sich gegenseitig stärken können.
3. Sagen Sie, was Sie tun
Seien Sie bei der Informationsweitergabe klar und vollständig. Sorgen Sie für eine transparente Kommunikation ohne versteckte Absichten. Wenn es dem Unternehmen finanziell nicht gut geht, nehmen Sie Ihre Mitarbeiter bei den Entwicklungen mit. Vielleicht haben sie brillante Ideen, um Engpässe zu lösen.
Wenn sich etwas Kompliziertes wie eine Umstrukturierung abzeichnet, behalten Sie es nicht zu lange für sich. Die Gerüchteküche, oft durch falsche Informationen zusätzlich angeheizt, brodelt meist früher und schneller, als Sie denken. Indem Sie selbst rechtzeitig informieren, behalten Sie nicht nur die Kontrolle über Art und Inhalt der Kommunikation. Auch das Vertrauen der Mitarbeiter in Sie als Führungskraft wird wachsen.
Wenn sie sich darauf verlassen können, dass sie immer schnell und korrekt informiert werden, sind sie eher bereit, mitzudenken und loyal zu bleiben. In guten wie in schlechten Zeiten.
4. Halten Sie, was Sie versprechen
Abmachung ist Abmachung. Es klingt sehr einfach, aber leider wird oft von zuvor gemachten Versprechen abgewichen. Manchmal ist das verständlich, weil sich die Umstände unerwartet geändert haben. Jeder versteht, dass der dicke Bonus für den Mitarbeiter im Reisebüro angesichts der COVID-Problematik plötzlich nicht mehr drin ist. Doch eine glaubwürdige – aber im Nachhinein zu spontane – Zusage aus dem Mund einer Führungskraft weckt Erwartungen. Wird diese später zurückgezogen, hinterlässt das eine schwer heilende Narbe im Vertrauen des Mitarbeiters.
5. Sorgen Sie für ein positives Arbeitsklima
Seien wir ehrlich: Niemand geht jeden Tag pfeifend zur Arbeit. Aber selbst wenn man schlecht gelaunt aufgewacht ist, hilft es, wenn man weiß, dass im Büro eine positive Stimmung herrscht und man sich bei Kollegen aussprechen kann. Dann kommt man von selbst wieder in Schwung! In einem positiven Arbeitsklima traut man sich, man selbst zu sein, und es ist nicht schlimm, wenn man einmal einen Fehler macht. Man muss nicht auf andere zeigen, sondern bekommt den Freiraum, selbst Verantwortung zu übernehmen und daraus zu lernen.
Tipp für jede Führungskraft: sehen Sie das Glas immer als halb voll an. Blüht ein Talent auf oder gibt es ein gutes Ergebnis? Sprechen Sie es an, geben Sie ein Kompliment.
Sie müssen nicht täglich damit um sich werfen, es sei denn, es gibt natürlich einen Grund dafür. Die Wertschätzung muss von Herzen kommen, sonst wirkt sie nicht und Sie schießen völlig am Ziel vorbei.
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