Pluvo E-Learning
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April 5, 2018

Kognitive Belastung im E-Learning begrenzen

Das Arbeitsgedächtnis ist schnell überlastet; sechs Tipps halten den Informationsdruck in Ihrem E-Learning überschaubar.

Es gibt ein Limit dafür, wie viel Lernstoff ein Kursteilnehmer aufnehmen kann. E-Learning bietet viele Möglichkeiten, eine Überlastung zu vermeiden – wenn man es geschickt einsetzt. Was sollten Sie tun und was besser lassen?

Der Kopf fühlt sich an wie Watte, der Blick wird unscharf und klares Denken fällt schwer. Kennen Sie dieses Gefühl? Dann ist Ihr Arbeitsgedächtnis überlastet. Das Arbeitsgedächtnis ist wie ein Notizblock für Ihr Gehirn. Sie nutzen es, um Ihren Tag zu planen, Probleme zu lösen oder sich kurzzeitig eine Telefonnummer zu merken. Auch alle neuen Informationen landen hier. Ein Großteil davon wird wieder vergessen; was Sie verarbeiten, gelangt in das Langzeitgedächtnis.

Kognitive Überlastung

Obwohl das Langzeitgedächtnis nahezu unbegrenzt ist, ist das Arbeitsgedächtnis begrenzt. Der Psychologe John Sweller hat die Rolle des Arbeitsgedächtnisses beim Lernen umfassend erforscht und die Cognitive Load Theory entwickelt. Ihm zufolge besteht die kognitive Belastung aus drei Aspekten:

  • Die Komplexität der Informationen (Intrinsic Load)
  • Jegliche Ablenkung oder Störfaktoren bei der Präsentation dieser Informationen (Extraneous Load)
  • Der kognitive Prozess, bei dem Informationen verarbeitet und im Langzeitgedächtnis gespeichert werden (Germane Load)

Diese drei Faktoren zusammen dürfen die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses nicht überschreiten. Ist die Belastung zu hoch, entsteht eine kognitive Überlastung. Das sollten Sie als Dozent vermeiden, denn egal wie sehr sich der Kursteilnehmer anstrengt: Die Informationen gelangen nicht mehr in das Langzeitgedächtnis.

6 Tipps für eine geringere kognitive Belastung

Ein großer Vorteil von E-Learning ist, dass Kursteilnehmer in ihrem eigenen Tempo lernen können. So können sie selbst bestimmen, wann ihr Arbeitsgedächtnis „voll“ ist, und eine Pause einlegen. Auch die Einbindung von Bildern, Videos und Audio kann das Lernen stark fördern – und online sind die Möglichkeiten unendlich. Gleichzeitig bringt Online-Lernen Herausforderungen mit sich: Ablenkung lauert überall. Wie setzen Sie E-Learning so ein, dass Sie die kognitive Belastung begrenzen?

1. Arbeiten Sie in kleinen Schritten

Vermeiden Sie eine zu hohe Intrinsic Load, indem Sie den Lernstoff in leicht verdauliche Einheiten unterteilen. Im E-Learning nennt man dies auch Microlearning. Je komplexer der Stoff, desto wichtiger ist dies. Auch wenn Ihre Kursteilnehmer viel über ihr Smartphone arbeiten, ist dies eine gute Idee (lesen Sie mehr dazu in unserem Blog über Mobile Learning). Mit Pluvo können Sie so viele Kapitel erstellen, wie Sie möchten.

2. Fördern Sie die Verarbeitung des Stoffes

Geben Sie am Ende jedes neuen Kapitels eine kurze Zusammenfassung des behandelten Stoffes. So helfen Sie dem Kursteilnehmer, das Wissen zu speichern, und halten die Germane Load gering. Möchten Sie sichergehen, dass der Stoff hängen geblieben ist? Schließen Sie das Kapitel dann mit einem kurzen Test ab. Ein großer Vorteil einer Online-Lernumgebung ist, dass Sie sofort sehen, wie Ihre Kursteilnehmer abschneiden. Ist ihr Ergebnis zu niedrig? Wiederholen Sie dann die wichtigsten Punkte im nächsten Kapitel.

3. Wechseln Sie zwischen Text und Bild ab

Das Arbeitsgedächtnis verfügt über zwei verschiedene Prozessoren. Der eine verarbeitet auditive Informationen (Text und Audio), der andere visuelle Informationen. Je besser die Informationen auf die Prozessoren verteilt werden, desto effektiver arbeitet das Arbeitsgedächtnis. Wechseln Sie daher Text und Audio so oft wie möglich mit Bildern und Videos ab.

4. Bleiben Sie relevant

Abwechslung ist gut, aber stellen Sie sicher, dass die Texte, Bilder und Videos, die Sie verwenden, inhaltlich einen Mehrwert bieten. Haben sie wenig mit dem Stoff zu tun, lenken sie nur ab. Und das sorgt für Extraneous Load: Rauschen.

5. Wählen Sie das richtige Medium

Verwenden Sie ein visuelles Medium für visuelle Informationen. Ein Quadrat kann man natürlich mit Worten beschreiben, aber damit bürden Sie dem Kursteilnehmer nur überflüssige Informationen auf. Ein Bild eines Quadrats ist viel einfacher zu verarbeiten.

6. Halten Sie sie bei der Stange

Bei Online-Kursen ist die Ablenkungsgefahr groß. Verhindern Sie daher, dass Kursteilnehmer andere Websites öffnen müssen, um ein Video anzusehen oder eine Datei herunterzuladen. In Pluvo fügen Sie Ihrer Lerneinheit ganz einfach YouTube-Videos, Audiodateien und Dokumente hinzu. So minimieren Sie das Ablenkungspotenzial deutlich. Dank der übersichtlichen Benutzeroberfläche von Pluvo liegt der Fokus voll und ganz auf dem Lernmaterial selbst. Erstellen Sie noch heute einen kostenlosen Kurs und überzeugen Sie sich selbst.

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